Erkrankungen des Enddarms
Die häufigste Enddarmerkrankung ist das Hämorrhoidalleiden. Außerdem verlangen die perianale Thrombose, die Analfissuren und die Fistelerkrankung sowie die Perianalabszesse ein spezielles therapeutisches Vorgehen.
Die Behandlung der Hämorrhoiden erfolgt heute nur mehr in den seltensten Fällen durch die chirurgische Entfernung der Knoten (Technik nach Milligan Morgan); meist sind patientenfreundliche und fast schmerzfreie Methoden anwendbar.
V.a. sei hier die HAL (Hämorrhoidalarterien Ligatur) erwähnt; dabei werden unter leichter Sedation des Patienten die Hämorrhoidalarterien mit einer Ultraschallsonde gezielt aufgesucht und über das Proktoskop unterbunden.
Der Eingriff erfolgt ambulant und der Patient kann kurz nach der Operation nach Hause begleitet werden. Als weitere Behandlungsmethoden bei schwächer ausgebildetetn Hämorrhoidalleiden seien die Verödungstherapie (Sklerotherapie) und die Gummibandligatur nach Barron erwähnt.